Nicht nur unsere Welt ist bunt, die Welt des Maises ist es allemal! Der gelbe Zuckermais ist überall bekannt. Doch es gibt allerlei unterschiedlichen Sorten, in allen erdenklichen Farben – in Weiß, Blau, Rot und sogar in Regenbogenfarben

Mais kann mehr als Gelb – grundsätzliches zum Anbau

Mais steht gerne zusammen. Das hat einen guten Grund. Denn er bestäubt sich mit Hilfe von Wind. Stehen die Pflanzen nicht dicht beieinander, dann können sie sich nicht gegenseitig bestäuben und damit auch keine Frucht ansetzen. Daher wird Mais grundsätzlich in Blöcken angebaut.

Ich pflanze den Mais gegen Mitte April direkt in den Boden. Oftmals weiche ich dafür die Körner vorher etwa 12 Stunden in lauwarmem Wasser ein. Du kannst Mais ab Mitte März vorziehen und ab Mitte Mai aufs Beet bringen. Da der Anbau in Blöcken nötig ist halte ich einen Reihenabstand von 50 cm ein und pflanze alle 20 cm 2 Maiskörner in ein Erdloch mit 2-3 cm Tiefe. Auf einer kleinen Gartenfläche kannst du einen Block von 4×4 Pflanzen anlegen. Bei einer größeren Gartenfläche kannst du entsprechend mehr pflanzen.

mais

Mais liebt einen vollsonnigen Standort, mit tiefgründigem und nährstoffreichem Boden. Er gehört zu den Starkzehrern und benötigt viel Dünger bzw. Kompost. Arbeite daher Kompost und Langzeitdünger ein und gieße ab und zu mit Flüssigdünner nach. Mais benötigt nicht so viel Wasser, wie meist beschrieben. Er kommt gut mit Trockenheit zurecht. Selbst dann setzt der Mais gute Früchte an. Lediglich, wenn die Maiskolben zu wachsen beginnen, solltest du öfters gießen.

Mehr Pflege benötigt er eigentlich nicht. Am Anfang sollte die Fläche unbedingt Unkrautfrei gehalten werden.

Die Erntezeit liegt – je nach Sorte und Art – zwischen Ende Juli und Ende September. Beim Zuckermais hilft der Reifetest weiter, auch Milchreife genannt.

Wenn dabei milchiger Saft austritt ist der Zuckermais erntereif. Die Blätter direkt am Kolben sind hier noch grün und die Maisfäden leicht eingetrocknet.

Nach der Ernte solltest du Zuckermais schnell verarbeiten. Er hält sich nur wenige Tage im Kühlschrank.

Es gibt zwei Krankheiten, die du als Maisbauer kennen solltest. Dazu gehören der Maisbeulenbrand und die Kolbenfäule. Vorbeugend ist es gut, wenn Mais nicht immer an derselben Stelle angebaut wird.

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Ich habe Maisbeulenbrand selbst erlebt. Die Krankheit sieht genauso aus, wie sie heißt. Einzelne Maiskörner entwickeln sich zu riesigen Beulen, der Mais sieht völlig deformiert aus. Doch in Mexico ist genau dieser Pilz, namens Huitlacoche, eine Delikatesse! Ehrlich gesagt, habe ich mich an dieses Gericht nicht dran gewagt.

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Maisbeulenbrand

Das bekannte Milpabeet

Mais ist das Gemüse der Kulturen aus Mittelamerika. Von dort kommt auch das „Milpabeet“. Beim Milpabeet werden Bohnen, Mais und Kürbis in einer Mischkultur zusammen gepflanzt.

Die Bohnen können am Mais emporranken und reichern damit den Boden mit Stickstoff an. Der Kürbis, der den Boden beschattet, freut sich sehr über den Stickstoff und gedeiht prächtig. Alle drei Pflanzen unterstützen sich hervorragend in ihrem Wachstum.

Im Milpabeet ist es wichtig, dass der Mais einen Wachstumsvorsprung hat, damit die Bohnen den Mais nicht auf den Boden drücken. Nach dem Mais kann der Kürbis ins Beet und zuletzt die Bohnen.

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Auch Sonnenblumen fühlen sich zwischen Mais sauwohl.

Die verschiedenen Maisarten

Zuckermais

Wie der Name es schon sagt, schmeckt Zuckermais köstlich – ein süßes Gemüse. Berühmt ist der Zuckermais „Golden Bantam“ geworden. Dieser ist das Gesicht der Kampagne gegen Gentechnik-Mais geworden. Denn: Wo Bantam steht wächst keine Gentechnik, denn nach der Verordnung muss jeder, der gentechnikfreie Maissorten anbaut über den Anbau von Gentechnikmais in seiner Nachbarschaft informiert werden. Zudem muss derjenige auch vor den gentechnisch veränderten Pollen geschützt werden. Der Golden Bantam ist eine alte samenechte Sorte, der einen tollen süßlichen Geschmack hat.

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Zuckermais, Sorte „Black Aztec“
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Zuckermais Zuckermais „Double Red“. Schon fast ein Schmuckmais, da alle Teile rot gefärbt sind.
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Zuckermais, Sorte: Yucon Chief

Pop- bzw. Puffmais

Nicht jeder Mais ist für Popcorn geeignet. Daher gibt es Puffmais. Dieser bildet Körner mit harter Schale und guter Wassereinlagerung. Diese explodieren förmlich, wenn die Temperatur hoch ist und der Druck steigt. Dafür einfach bisschen Pflanzenöl in einem Topf geben und mit gerade so viel Puffmaiskörner auffüllen, dass der Boden mit einer Schicht Körner bedeckt ist. Deckel drauf und poppen lassen.

Mehlmais

Der Name sagt es schon, dass sind Maissorten aus denen Mehl hergestellt wird. Immer öfter sind in Bäckereien Maisbrote zu entdecken, so auch bei unserem Bäcker. Und es schmeckt köstlich. Zur Verarbeitung brauchst du hierfür nur eine handelsübliche Mühle.

Polentamais

Wer kennt nicht den leckeren Maisgries namens Polenta? Die Körner werden ebenfalls in einer Mühle verarbeitet, jedoch grober belassen.

Röstmais

Ein extrem großer Mais, in allen Belangen. Diese Körner werden in einer Pfanne mit Öl etwa 10 Minuten geröstet bis sie braun sind. Salzen und fertig. Dieser Snack ist eine Delikatesse und schmeckt nussig.

Gemüsemais

Ähnlich wie Zuckermais, oftmals auch zu verarbeiten wie Mehlmais. Allerdings lässt sich Gemüsemais gut einlegen oder im Ganzen trocknen. Getrocknet durchaus eine kleine Delikatesse für unsere Hühner.

Geschrieben von unserem Gastblogger:

Natalie Bauer/Wildes Gartenherz

Ich bin Natalie Bauer und blogge über mein Gartenleben. Mein Blog heißt „Wildes Gartenherz“. Zu diesem Leben gehören ein Staudengarten, ein Gemüsegarten, zwei Hunde, Hühner in Form von Hennen und einem Hahn namens Han, der meinen Mann nicht mag. Ich bin Gartenverrückt und beschäftige mich ganztätig mit der Gestaltung eines wilden Gartens oder entwickle Garten-Onlinekurse.

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