April – To Do Liste für deinen Garten

Eigentlich könnte man das ganze Jahr in den April packen. Von Eiszeit bis Wüstenfeeling ist in diesem Monat alles vertreten. Letztes Jahr im April ging ich wieder hoch motiviert in den Garten, um das Gemüsebeet vorzubereiten. Im T-Shirt. Die Sonne schien, sehr angenehme 19 Grad. Ich träumte von Eis und kalter Limonade. 5 Minuten später. Die Wolken ziehen zu. Mir blieb nichts anderen übrig, als wieder reinzugehen und eine Winterjacke mit Mütze anzuziehen.
Nochmals 5 Minuten später – kaum im Gemüsebeet angekommen: Eisregen. Also Regendicht angezogen und eine halbe Stunde lang die Handschuhe gesucht. Wieder ab in den Garten, um in 20 Grad im Sonnenschein mit voller Eiszeitmontur zu stehen.
April – To Do Liste für deinen Garten

Wichtigste Grundregel für den April: Wetter beobachten

In keinem Monat ist die Wetterbeobachtung so wichtig wie im April. Das Wetter bestimmt uns in keinem Monat so sehr wie im April. Gedüngt werden sollte eher an betrübten Tagen, wo es kurz davor oder danach geregnet hat. Bei Frostgefahr müssen die Pflanzen geschützt werden. Bei Sonnenschein sollten die vorgezogenen Pflanzen abgehärtet werden.

April – To Do Liste für deinen Garten

Pflege von Stauden und Blumen

  • Spätestens im April sollte der Dünger im Staudenbeet ausgebracht werden. Vorher solltest du die Stauden zurückgeschnitten haben. Wichtig: das erste Unkrautzupfen ist im Staudenbeet nun das A und O. Die Stauden werden schnell durchtreiben und den Boden wieder bedecken. Wenn du das Unkraut nicht vorher entfernst, wird es sich leicht versamen und du hast später doppelt so viel Arbeit.
  • Auch im April gilt – falls noch nicht im März erledigt – das du das Staudenbeet bei der Düngung auch gleich mit einem Sauzahn lockerst. Die Wurzeln können sich leicht ausbreiten und das Auflockern spart das Gießen.
  • Direkt ins Freiland ausgesät werden können: Duftwicken (sie mögen das Vorziehen nicht!), Goldmohn, Jungfer im Grünen, Kapuzinerkresse, Schleierkraut, Schmuckkörbchen und die Ringelblume.
  • Wenn du eine Wildblumenwiese anlegen möchtest, dann ist der April ideal dafür. Wichtig ist: Die Blumenmischung wird auf einen komplett nackten Boden gesät. Die Oberschicht (etwa 4 cm) solltest du dafür abtragen. Anschließend wird der Boden gelockert, damit die Samen zwischen den Ritzen Halt finden. Anschließend den Boden fest treten und 2 Wochen feucht halten. Dann sollte es mit deiner Wildwiese klappen.
  • Auch im April können die Dahlienknollen in Töpfen vorgezogen werden. Wenn keine Frostgefahr mehr besteht (etwa Mitte Mai) können die ausgetriebenen Dahlienknollen ins Beet gesetzt werden.
  • Bevor der Rasen gemäht wird, sollte der Rasenmäher gewartet werden. Überprüfe (je nach Art des Mähers) die Zündkerzen, das Öl, den Luftfilter und das Schneidemesser.
  • Der Rasen wird spätestens im April das erste Mal gemäht. Nach dem Mähen wartest du die erste Regenperiode ab. Hier kannst du den Dünger dann ausbringen. 2 Wochen danach kannst du – falls es für dich notwendig erscheint – nochmals mähen und den Rasen vertikutieren.
  • Das Moos und der Rasenfilz wird dann entfernt. Die Gräser haben mehr Platz, sich auszubreiten.
  • Der Teich benötigt nun auch Pflege. Im April werden alle Gräser und Stauden am Gartenteich eine Handbreit über dem Boden zurück geschnitten. Mit einem Kescher kannst du dann alte Blätter aus dem Teich entfernen.
April – To Do Liste für deinen Garten
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Pflege von Obst und Gemüse

  • Spätfrost ist ein großer Feind der Obstbaumblüte. Wenn du noch kleine Obstbäume hast, kannst du diese mit einem Vlies abdecken.
  • Damit deine Obstbäume reichliche Früchte ansetzen benötigst du einen Fremdbestäuber. Ausnahme: Aprikosen, manche Kirsch- und Zwetschenarten. Äpfel und Birnen benötigen immer einen Fremdbestäuber. Voraussetzung ist, dass beide Bäume zur gleichen Zeit blühen.
  • Mulche die Erdbeeren mit Stroh.
  • Der April ist ideal, um neue Beerensträucher zu pflanzen. Der Boden ist noch feucht und es fällt genug Regen. Alle Beeren mögen schattige „Füße“. Daher mulche die Beeren zum Beispiel mit Stroh. Ansonsten stehen die Beeren gerne in der Sonne mit einem Hauch Halbschatten.
  • Auch das junge Gemüse sollte vor Frost geschützt werden. Nacht- und Spätfröste sind tückisch. Am besten ist hierzu eine Lochfolie, Vliese, zur Not geht für die Nacht auch Zeitungspapier!
  • Im Garten gilt: Chemie ist verboten! Der erste Schritt, um dieser Regel gerecht zu werden, ist es widerstandsfähige Sorten auszuwählen. Bevor du also im April Samen einkaufst, solltest du dich bzgl. widerstandsfähiger Sorten beim Gemüse informieren.
  • Der zweite Schritt ist, dass du für das Gemüse den passenden Standort auswählst. Wenn das Gemüse einen idealen Standort hat, ist es weniger anfällig für Schädlinge. Gemüse mag es grundsätzlich sonnig.
  • Der dritte Schritt ist mechanische Schädlingsbekämpfung in Form von Gemüseschutznetzen und Vliesen. Diese können Kohlweißlinge und Möhrenfliegen abhalten. Wichtig ist, dass sie sofort nach dem Auspflanzen genutzt werden und seitlich gut mit dem Boden abschließen.
  • Der vierte Schritt ist ein aufmerksamer Gärtner! Gehe durch deinen Garten und beobachte die Tier- und Pflanzenwelt. Nur wenn du im Garten bist, kannst du Schädlinge früh entdecken. Dazu gehören auch manche Schnecken, die beim Anblick der jungen Salatblättchen wie ein Tornado durch den Garten flitzen können.
  • Ich finde es wird zu wenig direkt angebaut, sondern sehr oft vorgezogen. Das Vorziehen ist sehr viel Arbeit und du musst dich fragen, ob für einen früheren Ertrag sich das Vorziehen lohnt. Ich bin ein (fast nur) Direktsäer. Das Gemüse hat dann sehr gute Keim- und Wuchsbedingungen. Es legt dann richtig los und holt den Vorsprung von vorgezogenem Gemüse schnell ein.
  • Wenn du vorziehst, musst du später pikieren. Pikieren bedeutet das junge Gemüse oder die Sommerblumen einzeln zu verpflanzen. Wichtig ist zu wissen, dass das Pikieren für Pflanzen sehr unangenehm ist. Du musst vorsichtig vorgehen, denn schnell ist das dünne Blatt oder Stängelchen geknickt. Das Pikieren kannst du umgehen, wenn du direkt einzeln in Töpfe säst.
  • An den warmen Tagen können die Jungpflanzen zum Abhärten tagsüber an die frische Luft. Nicht vergessen, sie nachts wieder reinzuholen.
  • Wenn du unter einem Folientunnel oder im Gewächshaus anbaust, dann lüfte an warmen Tagen. Die Hitze kann sich sehr schnell stauen und deine Pflanzen gehen ein.
  • Je nach Witterung sind folgende Aussaaten direkt im Freien möglich: Salat, Kohlrabi, Rettich, Radieschen, Kohlarten (Blumenkohl und Kopfkohl), rote Beete, Möhren, Mangold, Lauch, Spinat, Erbsen, Chicorée und Zwiebel.
  • Folgendes Gemüse kannst du jetzt vorziehen: Auberginen, Tomaten, Chili, Paprika, Gurken, Kürbis, Artischocken, Melonen.
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Hecken- und Baumpflege

  • Ab dem 01. März beginnt der Vogelschutz. Ein kräftiger Rückschnitt von Hecken ist dann nicht mehr möglich. Ein leichter Schnitt ist möglich. Die Hecken sollten vorher auf Vogelnester durchschaut werden.
  • Frühjahrsblühende Sträucher, wie Blutjohannisbeere oder Forsythie werden nach der Blüte ausgelichtet. Die ältesten Triebe können entfernt werden.
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Geschrieben von unserem Gastblogger:

Natalie Bauer/Wildes Gartenherz

Ich bin Natalie Bauer und blogge über mein Gartenleben. Mein Blog heißt „Wildes Gartenherz“. Zu diesem Leben gehören ein Staudengarten, ein Gemüsegarten, zwei Hunde, Hühner in Form von Hennen und einem Hahn namens Han, der meinen Mann nicht mag. Ich bin Gartenverrückt und beschäftige mich ganztätig mit der Gestaltung eines wilden Gartens oder entwickle Garten-Onlinekurse.

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