Dezember – To Do Liste für deinen Garten

Ich frage meinen Nachbarn beim Laub rechen, was so eine typische Gartenaufgabe für den Dezember ist. Er überlegt und liefert eiskalt „Regenrinne sauber machen“.
Jetzt stell dir mal vor, du mummelst dich in eine Kuscheldecke auf der Couch ein und trinkst schönen, leckeren, warmen Tee und es kommt jemand rein und sagt: „Regenrinne sauber machen“. Alles, aber wirklich alles, zieht sich in diesem Moment zusammen.
Es gibt nichts Unromantischeres. Diese drei Wörter haben nur einen Gegner „Streu- und Räumpflicht“. Also stehe ich da beim Laub rechen und überlege, wie ich eingepackt wie ein Marshmallow auf die Leiter steige und mit bloßen Fingern in die verstopfte Regenrinne greife.
Die Finger gefrieren, es ist kalt, feucht und faulig. Und dann klatscht die Pampe auch noch in den Eimer, den ich in der anderen abfrierenden Hand halte. Und in dem Moment erinnerte ich mich, dass ich jetzt „nur“ Laub rechen muss – und ich freute mich. Und ich rechte etwas langsamer, damit ich ja nicht die „Regenrinne sauber machen“ muss.
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Wichtigste Grundregel für den Dezember: Geben statt Nehmen

Es gibt keinen Monat, wo im Garten so wenig zu tun ist wie im Dezember. Außer ein paar Kontrollgänge bleibt wenig übrig. Also können wir die Zeit nutzen, um anderen etwas Gutes zu tun. Wie wäre es damit? Einen Futter- und Wasserplatz für Vögel einzurichten? Beachte dabei, dass du Körner und Weichfutter zur Verfügung stellst.

Einen Futter- und Wasserplatz für Vögel einzurichten

Pflege von Stauden und Blumen

  • Der 4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara. An diesem Tag kannst du einen Barbarazweig schneiden. Am besten eignen sich hier Zweige von Obstbäumen, Forsythien, Birke oder Haselnuss. Du kannst die Zweige schneiden und in eine Vase mit lauwarmem Wasser stellen. Die Zweige beginnen dann um die Weihnachtszeit zu blühen.
  • Spätestens jetzt solltest du die Kübelpflanzen gegen Frost schützen und in ein Winterquartier umsiedeln. Ideal ist meistens ein heller Platz mit etwa 10 Grad. Dafür eignet sich ein Wintergarten, eine Garage oder ein Treppenhaus.
  • Falls noch nicht geschehen, solltest du deine Teichpflanzen auf den Winter vorbereiten. Seerosen, die relativ im flachen Wasser stehen, solltest du rausnehmen und in einem Wasserkübel über den Winter ins Haus holen.
  • Außerdem ist für die Teichpflege wichtig, dass die fallenden Blätter des Herbstes sich nicht im Wasser ansammeln. Daher solltest du jetzt deinen Teich auskeschern. Ebenso sollte die Teichpumpe und entsprechende Filter aus dem Wasser geholt werden.
  • Der Teich sollte nicht komplett zufrieren. Du kannst dir hierfür einen Eisfreihalter kaufen. Bitte schlage die Eisdecke nicht ein.
  • Wenn du Pampasgras in deinem Garten hast musst du wissen, dass es unsere langen, feuchten Winter nicht mag. Daher wird das Pampasgras schopfartig zusammen gebunden. Das schützt das Innere des Pampasgrases vor Frost. Bei ganz harten Wintern kannst du Tannenreisig nutzen, um ihn seitlich abzudecken.
  • Nutze weiterhin das Herbstlaub und decke empfindliche Pflanzen, wie zum Beispiel Rosen, damit ab.
  • Kontrolliere auch regelmäßig deine Blumenzwiebeln und –knollen, wie Dahlien und Gladiolen. Sollte eine Knolle oder Zwiebel faulen, muss diese sofort aussortiert werden.
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Pflege von Obst und Gemüse 

  • Du kannst weiterhin Feldsalat, Pastinaken, Schwarzwurzel, schwarzen Rettich, Grünkohl, Rosenkohl und Wirsing, Steckrübe ernten.
  • Du kannst den Winter nutzen, um auf Wühlmausjagd zu gehen. Denn gerade im Winter können sie unseren Obstbäumen gerne mal die Wurzeln wegfressen. Ich nutze dafür immer Lebendfallen und fahre dann die Wühlmause weit hinaus. Wenn du Lebendfallen aufstellst, dann solltest du sie zweimal täglich überprüfen.
  • Wenn du Obst und Gemüse lagerst, dann musst du das Lager regelmäßig überprüfen und ggf. verdorbenes Obst und Gemüse aussortieren. Ideale Lagertemperatur liegt bei etwa 4 Grad.
  • Obst und Gemüse solltest du getrennt voneinander lagern, da Obst einen Stoff ausdünstet, der Gemüse schneller verderben lässt.
  • Wenn du ein Gewächshaus besitzt, solltest du nun die Glasflächen reinigen. Die Pflanzen benötigen darin jeden kleinsten Funken Licht, um gut über den Winter zu kommen.
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Heckenpflege

  • Bei Schneefall solltest du immer kurz deinen Garten besuchen. Die Last von Schnee ist nicht ohne. Gerade bei neu gepflanzten Sträuchern kann die Last zu Schneebruch führen. Ein Schneebruch ist bei Pflanzen wie Strauch-Pfingstrosen oder Magnolien ärgerlich, denn sie wachsen langsam und verlieren ggf. durch den Schneebruch ihre schöne Form. Also einfach den Schnee vorsichtig abschütteln oder einen neuen Strauch leicht hochbinden, dann bleibt nicht viel Schneelast auf den Ästen liegen.
  • Du solltest auch deine immergrünen Pflanzen im Blick behalten. Sie müssen im Winter oftmals vor Wintersonne geschützt werden. Das betrifft Gehölze wie  Glanzmispel, Buchsbaum, Spindelstrauch und einige Rhododendron-Wildarten. Am besten schützt du diese Pflanzen mit einem Vlies. Ohne Schutz kann Frosttrockenheit eintreten. Die Blätter wollen dann Wasser haben, durch den Frost kann aber innerhalb der Pflanze kein Wasser transportiert werden.  An frostfreien Tagen darfst du das Gießen der Immergrünen nicht vergessen.
  • Du brauchst kein Winterblues. Hole dir Sträucher in den Garten, die jetzt blühen. Ich bin ein Fan vom Duft-Schneeball, der auch bei mir im Garten steht. Er duftet intensiv und süß. Wenn der Boden frostfrei ist, kannst du ihn in deinen Garten pflanzen. Er ist auch ideal für kleine Gärten und wird etwa 2,5 Meter hoch. Er hat sonst keine Anforderungen und ist daher anspruchslos.
  • Wenn du eher der sparsame und geduldige Typ bist, ist jetzt der ideale Zeitpunkt um Steckhölzer zu schneiden. Viele Blütensträucher wie die Forsythie können über Stecklinge vermehrt werden. Am besten nimmst du dafür gut ausgebildete, diesjährige Triebe und schneidest sie etwa in 20 cm lange Stücke, wobei eine Knospe am oberen und unteren Ende sein sollte. Achtung: Merke dir genau, wo oben und unten ist. Die Stecklinge kannst du dann bis zur oberen Knospe in die Erde stecken.
Heckenpflege

Geschrieben von unserem Gastblogger:

Natalie Bauer/Wildes Gartenherz

Ich bin Natalie Bauer und blogge über mein Gartenleben. Mein Blog heißt „Wildes Gartenherz“. Zu diesem Leben gehören ein Staudengarten, ein Gemüsegarten, zwei Hunde, Hühner in Form von Hennen und einem Hahn namens Han, der meinen Mann nicht mag. Ich bin Gartenverrückt und beschäftige mich ganztätig mit der Gestaltung eines wilden Gartens oder entwickle Garten-Onlinekurse.

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